Belastete Familien besser erreichen: Rosenheim beteiligt sich am bundesweiten Projekt „Qualitätsdialoge Frühe Hilfen“

Rosenheim. Die Stadt Rosenheim ist eine von über 20 ausgewählten Kommunen aus ganz Deutschland, die an dem Projekt „Qualitätsdialoge Frühe Hilfen“ des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NFZH) teilnehmen. Im Austausch mit anderen Kommunen will die Stadt Rosenheim innerhalb der nächsten zwei Jahre die Qualität der Frühen Hilfen für Familien weiterentwickeln. „Nach dem Auf- und Ausbau der Frühen Hilfen in Rosenheim gilt es jetzt, die Familien in Belastungssituationen besser zu erreichen, den Austausch und die Zusammenarbeit der im Netzwerk Frühe Hilfen beteiligten Fachkräfte zu intensivieren“, fordert Susanne Lein, Leiterin der Koordinierungsstelle Frühe Kindheit in der Stadt Rosenheim.

Dazu tauschen sich Fachkräfte aus der Kinder- und Jugendhilfe, dem Gesundheitswesen, der Verwaltung sowie dem Ehrenamt aus den drei bayerischen Städten Rosenheim, Nürnberg und Ingolstadt aus. Auch Eltern und Elternvertretungen sind am Prozess beteiligt. Bis März 2021 erproben die Kommunen verschiedene Instrumente und Methoden zur Qualitätsentwicklung. „Unser Ziel ist es, das die Unterstützungsangebote bei den Familien schnell und passgenau ankommen. Dafür beteiligen wir uns an einem intensiven Qualitätsentwicklungsprozess“, erläutert Susanne Lein.

Die gewonnenen Erkenntnisse aus den wissenschaftlich begleiteten „Qualitätsdialogen Frühe Hilfen“ stellt das NFZH anschließend allen Kommunen bundesweit zur Verfügung. Das Projekt wird aus Mitteln der Bundesstiftung Frühe Hilfen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie von der Stiftung Auridis gGmbH gefördert. Die Prozessbegleitung übernimmt das vom NZFH beauftragte Felsenweg-Institut der Karl Kübel Stiftung.

Seit 2010 unterstützt das Netzwerk Frühe Hilfen der Stadt Rosenheim Familien ab der Schwangerschaft bis zum dritten Lebensjahr der Kinder. Die niedrigschwelligen Angebote stehen allen Familien offen. Sie richten sich insbesondere an Eltern, die sich überfordert fühlen und Unterstützung bei der Versorgung ihres Kindes wünschen. Ziel der Frühen Hilfen ist es, Kindern ein gesundes Aufwachsen zu ermöglichen und Entwicklungsbenachteiligungen frühzeitig vorzubeugen. Im Netzwerk Frühe Hilfen arbeiten Fachkräfte verschiedener Professionen und Institutionen zum Wohl der Familien zusammen.