Brennerzulaufstrecken: Vertreter aus Stadt und Landkreis Rosenheim machen Ministerpräsident Seehofer ihre Positionen deutlich

Rosenheim. „Aus Sicht der Stadt ist es sehr erfreulich, dass sich mit Ministerpräsident Horst Seehofer und Staatsminister Joachim Herrmann die politische Spitze des Freistaats der Thematik der Brennerzulaufstrecken annimmt. Das zeigt, dass die Staatsregierung die Sorgen und Nöte der Bevölkerung entlang des Inntals und des Zulaufs aus Richtung München ernst nimmt“, stellte Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer nach einer über zweistündigen Diskussionsrunde in München fest. An dem Gespräch in der Bayerischen Staatskanzlei nahmen auch die heimische Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig, die Landtagsabgeordneten Klaus Stöttner und Otto Lederer sowie Rosenheims Landrat Wolfgang Berthaler teil.

„Für Rosenheim ist es von vordringlicher verkehrspolitischer und infrastruktureller Bedeutung, dass unsere Stadt nicht vom internationalen Schienenpersonenfernverkehr abgekoppelt wird. Egal, welche Zulauflösung ins Tiroler Inntal letztlich zum Tragen kommt: Diese Voraussetzung ist zwingend und darf nicht zur Disposition gestellt werden“, stellte Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer die Position der Stadt dar.

Nach der bisherigen Zeitplanung müsse damit gerechnet werden, dass ab ca. 2025 der Güterverkehr in Richtung Brenner von bayerischer Seite her kontinuierlich zunehmen wird, so Bauer. Bis dahin wird aber eine alternative Zulauftrasse auch nicht ansatzweise zur Verfügung stehen - wenn es sie angesichts der schwierigen und ökologisch sensiblen Topographie sowie des absehbar schlechten Kosten-Nutzen-Verhältnisses überhaupt geben wird. Umso wichtiger ist es, seitens der DB AG die nächsten zehn Jahre zu nutzen, um den Lärmschutz an der Bahntrasse im ganzen Stadtgebiet zu optimieren, forderte die Oberbürgermeisterin. Sie hält dazu auch eine Tieferlegung der Bahntrasse durch die Stadt für notwendig, wo immer dies möglich ist.  

Gerade im Hinblick auf den anstehenden Planungsdialog mit der DB AG ist das für den 13.02.2015 geplante Gespräch mit Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, das die heimische Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig vermittelt hat, von ganz wesentlicher Bedeutung.