In vier Jahren ist Rosenheims Bevölkerung um fast 3 Prozent gewachsen

Rosenheim profitiert von erheblicher Zuwanderung

Die Stadt Rosenheim hat zum 31.12.2014 insgesamt 61.323 Einwohner. Die Rosenheimerinnen sind dabei mit einem Bevölkerungsanteil von 51,5 Prozent gegenüber männlichen Einwohnern (48,5 Prozent) in der Mehrheit. Im Vorjahresvergleich ist die Stadt um 433 Einwohner bzw. 0,7 Prozent gewachsen. 2010 betrug die Einwohnerzahl noch 59.588. Damit ist Rosenheim innerhalb von vier Jahren um 1.735 Bürgerinnen und Bürger bzw. 2,9 Prozent gewachsen (vgl. Anlage 1). Diese Daten gehen aus der neuesten Einwohnerstatistik des städtischen Einwohnermeldeamtes hervor.

Der Bevölkerungszuwachs resultiert nicht aus der natürlichen Bevölkerungsbewegung. Den 589 Geburten im vergangenen Jahr stehen nämlich 588 Sterbefälle gegenüber. Zur steigenden Einwohnerzahl tragen damit fast ausschließlich die Wanderungsbewegungen von und nach Rosenheim bei: 4.688 Zuzügen nach Rosenheim stehen 4.256 Wegzüge aus der Stadt gegenüber. „Das Zuwanderungsplus von 432 Bürgerinnen und Bürgern zeigt die Attraktivität Rosenheims. Unsere Stadt zählt damit zu denjenigen Kommunen, die trotz anhaltendem Geburtendefizit in Deutschland weiter an Bevölkerung zulegen“, kommentierte der städtische Ordnungsdezernent Herbert Hoch die Entwicklung. Aufschlussreich ist ein Blick auf die Zusammensetzung der Wanderungsbewegungen: Bei deutschen Staatsangehörigen standen im letzten Jahr 2.647 Zuzügen insgesamt 2.849 Wegzüge gegenüber, sodass die deutsche Wohnbevölkerung per saldo um 202 Personen zurückgegangen ist. Demgegenüber steht unter dem Strich eine Zuwanderung von 615 ausländischen Rosenheimer Neubürgern (2.041 Zuzüge gegenüber 1.426 Wegzüge). „Ergebnis dieser Entwicklung ist ein stetiger Anstieg des Ausländeranteils an der Bevölkerung. Lag dieser im Dezember 2010 noch bei 16 Prozent, sind inzwischen 18,4 Prozent der Rosenheimer Bevölkerung ausländischer Herkunft“, erläuterte der Leiter des Rosenheimer Ordnungsamts, Franz Höhensteiger (vgl. Anlage 2).

Von den insgesamt 11.310 ausländischen Einwohnern Rosenheims stammen 46,3 Prozent aus den EU-Staaten. 53,7 Prozent der ausländischen Wohnbevölkerung kommt aus Nicht-EU-Staaten. Unter den insgesamt 123 in Rosenheim vertretenen Nationalitäten stellen Mitbürgerinnen und Mitbürger türkischer Staatsangehörigkeit mit 15,3 Prozent den größten Anteil (1.725 Einwohner), gefolgt von serbischen Staatsangehörigen (einschließlich der alten Staatsangehörigkeit "serbisch-montenegrinisch") mit 10,5 Prozent (1.190 Einwohner), und bosnisch-herzegowinischen sowie rumänischen mit 7,8 bzw. 7,7 Prozent 887 bzw. 874 Einwohner). Größere Bevölkerungsgruppen stellen daneben kroatische Staatsbürger mit 7,4 Prozent (834 Einwohner), Österreicher (7,3 Prozent bzw. 824 Einwohner) und Italiener (5,7 Prozent bzw. 646 Einwohner, vgl. Anlage 3). Bei 18 ausländischen Mitbürgern ist die Staatsangehörigkeit ungeklärt, einer ist staatenlos.

„Rosenheim wächst in den letzten Jahren stärker und kontinuierlicher als es die offiziellen statistischen Bevölkerungsprognosen vorhergesehen haben. Zugewinne aus Wanderungsbewegungen resultieren erfahrungsgemäß überall dort, wo es starke wirtschaftliche Strukturen und aufnahmefähige Arbeitsmärkte mit hoher Arbeitskräftenachfrage gibt. Das ist in Rosenheim seit Jahren der Fall. Die heimische Wirtschaft in Stadt und Landkreis sorgt damit trotz ausgeglichener Geburten- und Sterbefallzahlen für Bevölkerungswachstum und wirtschaftlichen Wohlstand. Auf diesem soliden Fundament kann Rosenheim mit Hilfe des Stadtentwicklungskonzepts ‚Rosenheim 2025‘ nachhaltig weiter entwickelt werden“, so Rosenheims Wirtschaftsdezernent Thomas Bugl.

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