Verschmutzungen in den Naherholungsgebieten

Offenes Feuer entlang der Mangfall verboten

Die ersten warmen Frühlingstage lockten in den letzten Tage und Wochen bereits viele Erholungssuchende an die Rosenheimer Seen im Südosten der Stadt sowie ans Mangfallufer. Insbesondere das Mangfallufer im Bereich zwischen Oberwöhr und der Kufsteiner Straße hat sich als beliebter Aufenthaltsort entwickelt.

Wie in den letzten Jahren mussten aber bereits durch die Mitarbeiter des Baubetriebshofes regelmäßig Verunreinigungen auf den Grünflächen und den Uferstreifen durch liegengelassenen Abfall oder den Resten von offenen Feuerstellen beseitigt werden. Lärmbelästigungen der Anwohner, Müllablagerungen und ein beschädigter Baumbestand sind oftmals die Folge. Die Stadt Rosenheim fordert die Bevölkerung auf der Grundlage der bestehenden Landschaftsschutzgebietsverordnung nachdrücklich dazu auf, das Grillen und Entzünden von offenem Feuer dort zu unterlassen. Wegen der angrenzenden Baumflächen besteht hier – gerade auch angesichts der derzeitigen Trockenheit - eine zu große Gefahr für den Waldbestand und ökologisch wichtige Naturräume. Verstöße werden mit entsprechenden Bußgeldern geahndet. Die Stadt wird die gefährdeten Bereiche in dieser Saison verstärkt durch die Naturschutzwächter, den Ordnungsdienst und die Polizei bestreifen lassen und Verstöße konsequent zur Anzeige bringen.

Im Bereich des Happinger-Au-Sees und Happinger-Sees, wird wie in den Vorjahren regelmäßig ein Sicherheitsdienst vor Ort sein, um die Einhaltung der dort geltenden Ge- und Verbote (wie z.B. Anleinpflicht) zu überwachen. Die Stadt erhofft sich dadurch deutlich weniger Sicherheits- und Ruhestörungen, Verunreinigungen und Vandalismusschäden.

„Grundsätzlich ist es schade, dass es derartiger behördlichen Maßnahmen bedarf. Aber die Erfahrungen haben gezeigt, dass der Einsatz von Sicherheitspersonal angesichts nicht weniger unbelehrbarer Mitbürgerinnen und Mitbürger scheinbar unverzichtbar ist. Das ist umso bedauerlicher, als die Belastung der Naturräume speziell durch Plastikabfälle heute in aller Munde ist und niemand mehr sagen kann, er habe über die schädlichen Folgewirkungen dieser Vermüllung nichts gewusst“, weist Donat Steindlmüller, der zuständige Sachgebietsleiter im städtischen Ordnungsamt auf einen erkennbaren Widerspruch zwischen öffentlicher Wahrnehmung und privatem Fehlverhalten hin. „Die Stadt Rosenheim appelliert umso eindringlicher an alle Naherholungssuchenden und ihr Verantwortungsbewusstsein, sich an die geltenden und ausgeschilderten Ge- und Verbote zu halten und die der Allgemeinheit zugänglichen Naturflächen in dem Zustand zu erhalten, den man bei einem Besuch selber gerne vorfinden möchte“, so Steindlmüller.

Zudem weist die Stadtverwaltung darauf hin, dass das Grillen nur an den dafür vorgesehenen und ausgewiesenen Grillplätzen zulässig ist. Verstöße hiergegen werden ebenfalls systematisch geahndet.