Noch Restexemplare „Bilder aus Alt-Rosenheim“

Kalender des Stadtarchivs für 2019 bald ausverkauft

Rosenheim. Der historische Stadtkalender „Bilder aus Alt-Rosenheim“, den das Stadtarchiv jährlich in limitierter Auflage herausgibt, ist mittlerweile fast ausverkauft. Wer noch einen Kalender kaufen möchte, sollte sich rasch entscheiden. Er ist im Stadtarchiv, im Städtischen Museum und im Rosenheimer Buchhandel für 15 EUR erhältlich. Der Kalender erscheint heuer zum 25. Mal und zeigt wieder markante Gebäude und Straßenzüge, gesellige Ereignisse und Alltagsszenen des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts.

Bild 1, Schranne auf dem Max-Josefs-Platz, 1903: Eines der Kalenderbilder zeigt den Max-Josefs-Platz im Jahr 1903. Bis zu Beginn des Ersten Weltkriegs fand auf dem Platz der wöchentliche Getreidemarkt, die sogenannte Schranne, statt. Die Rosenheimer Bäcker erwarben hier Getreide, um es zum Mahlen an die Mühlen weiterzugeben. Der auf der Schranne angebotene Hafer ging vor allem an die Pferdebesitzer aus der Stadt und dem Inntal. Im Sommer 1914 wurde die Schranne mit Beginn des Ersten Weltkriegs eingestellt.

Bild 2, 25. Gründungsjubiläum des Krankenunterstützungsvereins der Eisen- und Feuerarbeiter am 16. Juni 1894: Die Feste der zahlreichen Vereine gehörten zu den wichtigsten Ereignissen im gesellschaftlichen Leben der Zeit um 1900. Auf einem der Kalenderbilder sind die Ehrenjungfrauen und die Fahnenträger beim 25jährigen Gründungsfest des Rosenheimer Krankenunterstützungsvereins der Eisen- und Feuerarbeiter zu sehen, das am 16. Juni 1894 begangen wurde. Am gleichen Tag feierte der Rosenheimer „Velociped-Club“ ebenfalls mit einem aufwändigen Programm sein 10jähriges Bestehen. Zu den Feierlichkeiten gehörte auch ein großes Kellerfest am Hofbräu-Keller, bei dem über 30 Hektoliter Bier verzapft wurden.

Bild 3, Das Haushalts- und Spielwarengeschäft Spickenreuther in der Münchener Straße, um 1935: Laut dem Stadtadressbuch von 1926 gab es damals fünf Spielwarengeschäfte in Rosenheim. Ein Kalenderbild zeigt das  einstige Haushalts- und Spielwarengeschäft Spickenreuther in der Münchener Straße 22. Die Firma Spickenreuther bot lange Zeit auch die Dienstleistungen einer Puppenklinik an. Das bekannte Geschäft gab es von 1908 bis Ende der 1980er Jahre.