Die Ehrlichkeit der Rosenheimer ist überdurchschnittlich, ca. 60% der als verloren nachgefragten Sachen werden als Fundgegenstände abgegeben. Bei Verlust von reinen Geldbeträgen ist die Chance auf einen ehrlichen Finder jedoch gering. Besonders während des Herbstfestes und in der Vorweihnachtszeit finden sich "verlorene" Geldbörsen wieder, meist aber ohne Bargeld.

Die Benachrichtigungen zur Abholung verlorengegangener Kraftfahrzeug- und Ausweispapiere werden oftmals nicht beachtet. Diese Dokumente werden häufig nicht abgeholt, obwohl die Widerbeschaffung mit viel Geld- und Zeitaufwand verbunden ist.

Sorgenkinder des Fundamtes / Fundbüros sind Fundfahrräder, bei denen, keine Diebstahlanzeigen vorliegen, keine Rahmennummern bekannt sind und sich die Eigentümer auch sonst in keiner Weise darum kümmern.

Was veranlasst das Fundamt?

Wir benachrichtigen Sie schriftlich, wenn Ihr verlorener Gegenstand bei uns abgegeben wurde. Grundbedingung ist es allerdings daß Ihre Verlustsache einen der folgenden Gegenstände enthält:

  • Bank-Karte
  • Dokumente
  • Krankenkassenkarte
  • Kundenkarte mit Namen und Nummer

Somit steht der Ermittlungstätigkeit und der damit zusammenhängenden Benachrichtigung an Sie nichts mehr im Weg.

Sollte Ihr Wohnsitz, nicht in Rosenheim sein, leiten wir Ihre Fundsache natürlich umgehend und per Einschreiben an Ihre Heimatstadt oder Gemeinde weiter, damit Sie Ihnen dort sofort und ohne Verzögerung ausgehändigt werden kann.

Warum dauert es so lange bis zur Abgabe?

Der Finder hat die verlorene Sache sicher schon an sich genommen, aber am Tag des Fundes hat er andere Termine.

Er nimmt die Fundsache mit nach Hause, mit der Absicht sie am nächsten Tag beim Fundamt bzw. Fundbüro abzugeben. Zu Hause bemerkt er, dass er am nächsten Tag für ca. 4 Wochen mit dem Flugzeug in den geplanten Urlaub fliegt.

Er nimmt sich also vor, die gefundene Sache nach seiner Rückkehr sofort beim zuständigen Fundamt abzugeben. Somit erklärt sich die sogenannte Hoffnungsfrist.

Welcher Zeitraum besteht zwischen Verlust und Abgabe der verlorenen Sache?

Das ein Fundgegenstand innerhalb der ersten 14 Tage beim Fundamt abgegeben wird, ist leider die absolute Ausnahme.

Normal ist die sogenannte Hoffnungsfrist von 6 Wochen.

Danach schwinden die Chancen und es besteht kaum noch Hoffnung.