Sanierung und Erweiterung im Bereich Ausstellung, Foyer und Verwaltung

Gebäudestruktur / Funktionsgliederung

Der Lokschuppen ist als Wahrzeichen der Stadt Rosenheim überregional bekannt. Die Veranstaltungs- und Kongress GmbH (VKR) als Betreiberin der jährlich wechselnden Ausstellungen hat derzeit räumliche Defizite, wie die Garderoben im einem außenstehenden Zelt, Museumspädagogik, zu wenig Toiletten, offener Shop im Foyer, Besucherstau im Foyer, fehlende Lagerflächen und unzureichende Technikräume als Bedarf bei der Stadt angemeldet. Um diesen Defiziten Abhilfe zu schaffen wurde ein unterkellerter, ebenerdiger Anbau an der Außenrotunde im Westen des Gebäudes geplant. In dem Gebäude entstehen ein Ausstellungsshop, vier Pädagogikräume und ein erweitertes Foyer. Im Untergeschoss befinden sich neben Lager- und Technikflächen auch die Toilettenanlagen sowie die Garderoben. Somit kann der VKR adäquate Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt werden.

Des Weiteren weist der Lokschuppen derzeit Brandschutzdefizite auf. Ein Teil des Brandschutzkonzeptes erfordert die Sanierung des Daches aufgrund nicht zulässiger brennbarer Dämmung. Ebenfalls ist ein Teil der Gebäudetechnik zu erneuern sowie die Einbruchsicherheit im Ausstellungsbereich anzupassen.

Konstruktion und Material für den Anbau

Der unterkellerte, ebenerdige Anbau soll sich in das Gesamtgefüge anpassen ohne dass die Struktur des Lokschuppens adaptiert wird. Die Außenfassade ist als transparente Pfostenriegelfassade konzipiert und bietet so einen bewussten Kontrast zur historischen Ziegelgebäudehülle des Lokschuppens. Nach Süden schließt eine Schildwand den Erweiterungsbau klar ab.

Außenanlagen:

Der derzeitig vorhandene Spielplatz muss aufgrund des Anbaus weichen. Es ist geplant, die Spielgeräte im verbleibenden Gelände zu verteilten. Aufgrund des Anbaus wird auch die Wegführung im Bereich des Lokschuppens verändert und an die neuen Gegenseiten angepasst. Hinzu kommt, dass ausgewählte Bäume aufgrund der Baumaßnahmen gefällt werden müssen und eine Ersatzbepflanzung vorgesehen ist.

Förderung

Die Sanierung und Erweiterung wird durch drei verschiedene Förderprogramme und einen Zuschuss von der Bayerischen Landesstiftung gefördert.

Europäische Fonds für regionale Entwicklung

Die Sekundärenergie des gesamten Ausstellungsbereichs sowie des Anbaus wird im Rahmen des Operationellen Programms „Klimaschutz“, Förderbereich 3 des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung Bayern 2014-2020 unterstützt. Dieser Fond zielt darauf ab, Maßnahmen zu ergreifen, die den menschlichen Einfluss auf das Klima zurückdrängen, also die Menge der Treibhausgase, die in die Atmosphäre entweichen zu reduzieren. Seine drei Maßnahmengruppen zum Klimaschutz sind unverzichtbare und untrennbare Bestandteile einer langfristigen Strategie zur Sicherung der Lebensgrundlage in Bayern. Im Rahmen der Maßnahmengruppe 3.2 "Energieeinsparung in öffentlichen Infrastrukturen" wird u.a. die kommunale Energieeffizienz gefördert.
Im Rahmen der Unterstützung kommunaler Energie­effizienz­maßnahmen sollen Kommunen durch die Städtebauförderung dabei begleitet werden, Vorhaben vor allem zur Reduktion der CO2-Emissionen nachhaltig umzusetzen. Dabei können für geeignete Erneuerungsgebiete - idealerweise aufeinander abgestimmte - Fördermaßnahmen zur Reduktion der CO2-Emissionen unterstützt werden (unter anderem die Entwicklung und Umsetzung von integrierten kommunalen Energieleitplänen zur CO2-Einsparung; die Konzeption von Maßnahmen zur Ersetzung der fossilen Wärmeerzeugung durch regenerative Anlagen; die Beteiligung und Beratung der Eigen­tümer und Nutzer; die Anschubfinanzierung für unrentierliche Kosten beim Aufbau von Verteilernetzen und Anschlüssen).
Weiterführende Informationen über Förderprogramme erhalten Sie beim Bayerischen Bauministerium.

Durch den Anschluss an die noch zu errichtende Zentrale Kälteanlage kann ein wesentlicher Beitrag geleistet werden.

 

Der Ausstellungsbereich (Bestandsgebäude) wird im Rahmen des Operationellen Programms „Nachhaltige Entwicklung Funktionaler Räume“, Förderbereich 5 des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung Bayern 2014-2020 unterstützt.

Für das EFRE-Programm"Investitionen in Wachstum und Beschäftigung" Bayern 2014 - 2020 stehen EU-Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von insgesamt ca. 495 Mio. € zur Verfügung. Die übergeordnete Leitidee des bayerischen EFRE-Programms lautet: Nachhaltige Stärkung der regionalen Innovations-und Wettbewerbsfähigkeit Bayerns. Die Bayern hierfür zur Verfügung stehenden EFRE-Mittel tragen daher dazu bei, gleichwertige Lebensverhältnisse und Arbeitbedingungen in ganz Bayern zu sichern. Mit der Bereitstellung von Mitteln für die Sanierung und Erweiterung des Lokschuppens im Bereich Ausstellung, Foyer und Verwaltung trägt der EFRE dabei insbesonderer zur "Nachhaltigen Entwicklung Funktionaler Räume" bei.

Die jeweiligen Förderhöhen sind derzeit noch nicht bekannt.

Städtebauförderung

Der unterkellerte Neubau an der Außenrotunde im Westen des Lokschuppens erhält eine Zuwendung für städtebauliche Erneuerungsmaßnahmen im Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm III – Stadtumbau West.

Der Kopfbau West des Lokschuppens soll eine Zuwendung für städtebauliche Erneuerungsmaßnahmen im Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm III – Stadtumbau West erhalten. Hierfür ist noch kein Förderantrag gestellt worden, da die brandschutztechnischen Maßnahmen erst im Jahr 2020 ausgeführt werden sollen.

Bayerische Landesstiftung

Die Sanierung des Daches im Bereich des Ausstellungsbereiches des Lokschuppens erhält einen Zuschuss von der Bayerischen Landesstiftung.

Kostenberechnung

Die genehmigten Gesamtkosten betragen ca. 10,65 Mio € einschließlich der Kosten für den Umbau der Gastronomieräume.

Terminplan

Die Realisierung der Baumaßnahmen ist in Jahresscheiben aufgeteilt.

  • Ende Januar sind die ersten Baumfällarbeiten im Bereich des Anbaus an der Außenrotunde im Westen des Gebäudes geplant.
  • Februar 2018 Beginn der Dachsanierung – Erwartete Fertigstellung Februar 2019
  • Mai 2018 Beginn mit der Baugrube und Erstellung des Rohbaus für den Anbau – erwartete Fertigstellung September 2019
  • 2020 Kopfbau Verwaltung und Bistrobereich